Sozialpädagogin

Elterninformation

Elterninformation

Das Programm richtet sich an Vorschulkinder mit dem Ziel der Prävention vor (sexualisierter) Gewalt. Spielerisch wird den Kindern in 6 Einheiten vermittelt: Ich bin stark! Mein Körper gehört mir! Ich vertraue meinem Gefühl! Ich darf „Nein“ sagen! Ich darf mich wehren! Ich bin richtig und wichtig!

Mein Name ist Martina Flemming, ich bin zweifache Mutter, Sozialpädagogin, Erzieherin, zertifizierte Verfahrensbeiständin, habe in der Vergangenheit Eltern – Kind – Gruppen geleitet und konnte 13 Jahre Berufserfahrung im Kindergarten sammeln. Mit diesem Programm möchte ich Kinder nicht nur kindgerecht aufklären, sondern sie auch im Kopf stark machen vor jeglicher Art von Gewalt. Dazu besuche ich an 6 Terminen die Einrichtung und werde zu folgenden Themen – immer in Begleitung einer Kollegin der Einrichtung – mit den Kindern arbeiten. In den Einheiten werden wir Geschichten lesen, malen, basteln, Musik hören, uns viel bewegen und einen Schutz Rap einüben.  Nach jeder Einheit bekommen die Kinder eine „Hausaufgabe“ mit nach Hause, damit sie stetig einen Einblick erhalten, was wir erarbeitet haben und so mit ihrem Kind ins Gespräch kommen können.

1. Mein Körper

Wir besprechen welche körperlichen Unterschiede es zwischen Mädchen und Jungen gibt und wie die Körperteile benannt werden. Dabei verwende ich die Begriffe „Penis“ und „Scheide“. Wir werden über Berührungen sprechen – welche ihr Kind mag und welche nicht. Dass die Kinder selbst über ihren Körper bestimmen dürfen, wird der Schwerpunkt dieser Einheit sein, aber auch dass es Situationen gibt, in denen anfassen sein muss (Straßenverkehr, Anziehen, Körperhygiene, Untersuchungen). Die Kinder zeichnen ihren eigenen Körper und sollen zu Hause erklären, was es mit den grünen Punkten (Berührungen, die ich mag) und roten Punkten (Berührungen, die ich nicht mag) auf sich hat.

2. Aufklärung und Gefühle

Durch wertschätzende Sprache über Sexualität wird eine altersgerechte sexuelle Aufklärung vermittelt. Die Kinder erfahren, wie ein Baby entsteht und mithilfe von Entwicklungssäckchen können sie entdecken, wie sich das Baby im Mutterleib entwickelt. Verschiedene Gefühle werden wir benennen. Während des gesamten Programms wird den Kindern vermittelt „Wenn du ein Gefühl hast, ist es richtig!“ Wir besprechen, dass jeder Mensch eine Situation anders empfinden kann und das ist vollkommen in Ordnung. Am Ende erhalten die Kinder ein Leporello wie sich das Kind im Mutterleib entwickelt, mit der Aufgabe dieses mit ihnen als Eltern zu besprechen.

3. Geheimnisse

Mithilfe einer gebastelten Gefühlsuhr besprechen wir in welcher Situation sich jeder einzelne fühlt. Geheimnisse werden zwischen guten und schlechten Geheimnissen differenziert und deutlich vermittelt, dass schlechte Geheimnisse weitergesagt werden dürfen! Ein gutes Geheimnis macht glücklich und kribbelt im Bauch (z.B. eine Überraschung für jemanden), während ein schlechtes Geheimnis im Bauch drückt und traurig macht. Die Kinder sollen überlegen mit wem sie über ein schlechtes Geheimnis sprechen würden und sollen es zu Hause dieser Person das sagen.

4. „Nein“ – Sagen

Wie man wirkungsvoll „Nein“ sagt und wann der richtige Zeitpunkt zum „Nein“ – Sagen ist erfahren und probieren die Kinder selbst aus. Anhand Bilderbücher lernen die Kinder zwei Geschichten zu dieser Thematik kennen. Wir basteln ein „Stop-Schild“, dass die Kinder daran erinnern soll, dass sie „Nein“ sagen dürfen – auch gegenüber Erwachsenen. Als „Hausaufgabe“ sollen die Kinder üben wirkungsvoll „Nein“ zu sagen. Es wird für sie als Eltern eine anstrengende Zeit, doch ist es wichtig, dass die Kinder sich im vertrauten Umfeld üben können, um dies auch in anderen Situationen umsetzen zu können. Halten Sie durch!

5. Hilfe holen

Sich Hilfe zu holen ist kein Petzen und erfordert Mut! Durch Gemeinschaftsübungen erleben die Kinder wie stark sie zusammen sind. Durch Übungen mit dem Schwungtuch erleben die Kinder wie stark sie als Gruppe zusammen sind (Alle Kinder zusammen können einen Erwachsenen anheben!) Dadurch erfahren die Kinder, wenn ein Problem nicht allein zu lösen ist, darf ich mir so lange Hilfe holen, bis es gelöst ist! Als „Hausaufgabe“ sollen die Kinder überlegen, wo sie im Alltag helfen können! Auch Erwachsene brauchen Hilfe und schaffen nicht alles allein!

6. Sich wehren

Die Kinder sollen wissen, dass sie sich im Ernstfalle wehren dürfen. Daher üben wir effektiv treten, boxen und weglaufen. Zum Abschluss erhält jedes Kind ein Zertifikat und einen Ausweis. Auf der Rückseite stehen die wichtigsten Aussagen des Programms: Ich bin stark! Mein Körper gehört mir! Ich vertraue meinem Gefühl! Ich darf „Nein“ sagen! Ich darf mich wehren! Vielleicht kann dieser einen guten Platz in der Schultasche finden. Dies soll die Kinder auch später noch an die Inhalte erinnern und im Besten Fall ermutigen!

Eltern Café:

Bei einer Tasse Kaffee haben Sie die Möglichkeit Fragen zu klären, wie auch das verwendete Material einzusehen. Es würde mich sehr interessieren, wie sie als Eltern das Programm erlebt haben. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mit Ihnen in den Austausch zu kommen.

Während des gesamten Programms werde ich die Begrifflichkeiten „Sexueller Missbrauch“ etc. gegenüber den Kindern nicht verwenden. Diese Form der Prävention soll die Kinder stärken gegen Handlungen und nicht ängstigen und verunsichern. Ein Kind zu stärken, um ihm Sicherheit und Schutz zu vermitteln, bedeutet seine Fähigkeiten aufzubauen und diesen zu vertrauen! Damit wird nicht nur das Selbstvertrauen gestärkt, sondern auch die Selbstständigkeit gefördert. Vor der Teilnahme des Programms entscheiden Sie als Eltern, ob ihr Kind teilnehmen darf. Ohne unterschriebene Einverständniserklärung wird ihr Kind auch nicht an den jeweiligen Einheiten mitmachen dürfen.

Ich freue mich sehr, Ihre Kinder kennenlernen zu dürfen! Martina Flemming

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